Weitere Kreuzfahrt-Anbieter
Neben den drei großen Anbietern AIDA, Mein Schiff und MSC gibt es weitere Reedereien, die für Familien je nach Reiseziel, Budget und Reisestil interessant sein können.
Dazu gehören unter anderem Costa, Phoenix, Norwegian Cruise Line, Royal Caribbean und Hurtigruten.
Auch diese Anbieter sollen auf Familiendeck.de nicht unerwähnt bleiben . Auf dieser Übersichtsseite findet ihr eine kurze Einordnung, damit ihr besser entscheiden könnt, ob sich ein genauerer Blick für eure Familie lohnt.
Ziel dieser Seite ist nicht, eine Reederei pauschal zur besten Wahl zu erklären. Die beste Reederei ist die, die zu euren Kindern, eurem Tempo und euren Erwartungen passt. Genau dabei soll euch dieser Vergleich helfen.
Costa mit Kindern: italienisches Bordgefühl, oft attraktive Preise und ein internationalerer Familienurlaub
Costa ist für Familien interessant, die eine eher europäisch-internationale Kreuzfahrt suchen und nicht zwingend ein durchgehend deutschsprachiges Bordgefühl brauchen. Die Reederei stammt aus Italien, hat ihren Sitz in Genua und gehört zur Carnival Corporation (u.a. auch AIDA). Costa bedient vor allem den europäischen Kreuzfahrtmarkt und betreibt eine Flotte mit mehreren großen Schiffen, darunter sehr große Einheiten wie Costa Smeralda und Costa Toscana. Für Familien bedeutet das: Costa ist kein kleiner Spezialanbieter, sondern eine große etablierte Kreuzfahrtmarke mit viel Erfahrung im Massenmarkt. Aus Familiensicht liegt Costas Stärke vor allem in der Kombination aus Preis, Größe und lebendigem Bordleben.
Costa wird im Markt häufig als preislich zugängliche Alternative wahrgenommen. Auch aktuelle Reisepresse nennt Costa bei günstigen Kreuzfahrtoptionen mit robustem Entertainment und teils sehr niedrigen Tagespreisen. Für Familien kann das attraktiv sein, weil der Gesamtpreis bei vier Personen schnell zum entscheidenden Faktor wird. Gleichzeitig sollte man bei Costa besonders genau prüfen, welche Leistungen im Reisepreis enthalten sind und welche Zusatzkosten entstehen. Getränke, Spezialitätenrestaurants, Ausflüge, Internet, Fotos oder bestimmte Bordangebote können den Endpreis spürbar verändern.
Die Atmosphäre an Bord ist eher lebendig, italienisch geprägt und international. Wer AIDA oder Mein Schiff gewohnt ist, sollte sich auf ein anderes Bordgefühl einstellen. Costa wirkt weniger deutschsprachig und stärker südeuropäisch. Das kann für Familien schön sein, wenn sie genau dieses Urlaubsgefühl mögen: mehrere Sprachen, italienisches Essen, Musik, Shows, Trubel und ein teilweise lautes Publikum aus verschiedenen Ländern. Für Kinder kann das spannend sein, weil Kreuzfahrt dadurch stärker nach „Ausland“ und Abenteuer wirkt. Für Eltern mit kleineren Kindern kann es aber auch etwas anstrengender sein, wenn Sprache, Abläufe oder Kommunikation nicht so selbstverständlich funktionieren wie bei deutschsprachigen Anbietern.
Beim Familienangebot ist Costa grundsätzlich relevant, aber aus Elternsicht stärker prüfpflichtig als AIDA oder Mein Schiff. Costa wird regelmäßig als familienfreundliche beziehungsweise preisattraktive Kreuzfahrtoption genannt, doch die konkreten Details zu Kinderbetreuung, Altersgruppen, Öffnungszeiten und Sprache sollten immer für das jeweilige Schiff und die konkrete Reise geprüft werden. Genau hier liegt der wichtigste Unterschied: Bei Costa sollte man nicht nur fragen, ob es Kinderangebote gibt, sondern ob sie zur eigenen Familie passen. Wie alt sind die Kinder? Sprechen sie Englisch oder kommen sie mit internationaler Betreuung zurecht? Ist die Reise in den Ferien, sodass wahrscheinlich mehr Kinder an Bord sind? Gibt es auf dem gewählten Schiff passende Bereiche für Kinder und Teens?
Für Babys und Kleinkinder würde ich Costa nicht pauschal ausschließen, aber vorsichtiger einordnen. Familien sollten vor der Buchung konkret klären, ob Babybett, Rausfallschutz, Fläschchenwärmer, Hochstuhl, Buggyfreundlichkeit oder andere praktische Hilfen verfügbar sind. Bei sehr kleinen Kindern entscheidet nicht das schönste Showprogramm über den Urlaub, sondern die Frage, ob Schlafen, Essen, Wickeln und kurze Wege funktionieren. Wenn diese Punkte bestätigt sind, kann Costa funktionieren. Wenn Eltern maximale sprachliche Sicherheit und planbare Babyservices suchen, sind AIDA oder Mein Schiff oft naheliegender.
Beim Essen kann Costa für Familien angenehm sein, wenn sie italienische und internationale Küche mögen. Gerade Kinder kommen mit Pasta, Pizza, einfachen Gerichten und Buffetlogik oft gut zurecht. Gleichzeitig können Buffetbereiche auf großen Schiffen voll werden. Familien fahren besser, wenn sie Stoßzeiten vermeiden und schon am ersten Tag herausfinden, welche Restaurants für den eigenen Rhythmus am besten funktionieren.
Das Bordgefühl bei Costa ist aus Familiensicht also weniger „deutscher Familienkomfort“ und mehr „internationaler, lebendiger Urlaub auf See“. Das kann sehr gut passen für Familien, die preisbewusst reisen, südeuropäisches Flair mögen und kein Problem mit mehreren Sprachen an Bord haben. Besonders für Familien mit Schulkindern und Teens kann Costa interessant sein, wenn das Schiff groß genug ist, genug Gleichaltrige an Bord sind und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.
Weniger ideal ist Costa für Familien, die zum ersten Mal mit kleinen Kindern auf Kreuzfahrt gehen und möglichst wenig Unsicherheit möchten. Wer deutschsprachige Betreuung, klare Planbarkeit und ruhigeres Bordgefühl sucht, sollte Costa sehr genau mit AIDA und Mein Schiff vergleichen.
Familiendeck Fazit zu Costa:
Costa kann für Familien eine spannende Alternative sein, wenn der Preis eine große Rolle spielt und ihr Lust auf ein internationaleres, italienisch geprägtes Bordgefühl habt. Die Reederei passt eher zu Familien, die flexibel sind, mit Trubel umgehen können und ihre Reise vorher gut prüfen. Für Familien mit Babys oder sehr kleinen Kindern würde ich Costa nur empfehlen, wenn die benötigten Services vorab konkret bestätigt wurden. Für Schulkinder und Teens kann Costa dagegen interessant sein, besonders wenn Schiff, Reisezeit und Preis gut zusammenpassen.
Weitere Infos erhaltet Ihr bei Eurem Reiseberater oder den deutschen Reise-Experten von Costa unter: +49 40 / 570 12 13 16
Phoenix Reisen mit Kindern: klassisch, deutschsprachig und eher etwas für ruhige Familien
Phoenix Reisen ist bei Hochseekreuzfahrten ein besonderer Fall. Die Reederei beziehungsweise der Reiseveranstalter steht nicht für große schwimmende Erlebniswelten, Wasserparks oder laute Familienanimation. Phoenix ist eher klassisch, deutschsprachig, kleiner, persönlicher und deutlich erwachsener geprägt. Für manche Familien kann genau das angenehm sein. Für andere ist es schlicht nicht die passende Wahl.Aus Familiensicht muss man Phoenix deshalb anders bewerten als AIDA, Mein Schiff oder MSC.
Wer mit Kindern eine Kreuzfahrt sucht, bei der Kinderclubs, Teenbereiche, Rutschen, Gamingzonen und große Familienbereiche im Mittelpunkt stehen, wird bei Phoenix eher nicht zuerst fündig. Wer dagegen mit ruhigen Kindern reist, gerne klassische Kreuzfahrtatmosphäre mag und Wert auf deutsche Sprache, überschaubare Schiffe und ein gesetzteres Bordgefühl legt, kann Phoenix durchaus prüfen.
Der wichtigste Punkt: Phoenix ist keine typische Familienreederei. Kinder und Jugendliche können mitreisen, und Phoenix nennt auf vielen Reisen Kinder und Jugendliche in einer Kabine mit zwei Erwachsenen als frei beziehungsweise besonders günstig. Das ist preislich interessant. Trotzdem sollte man daraus nicht ableiten, dass Phoenix an Bord dieselbe Familieninfrastruktur bietet wie die großen Familienanbieter. Bei Phoenix steht nicht das Kinderprogramm im Zentrum, sondern die klassische Kreuzfahrt.
Aus Familiensicht kann Phoenix preislich spannender sein, als man zunächst vermutet. Die Reederei wirbt mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, vergleichsweise überschaubaren Nebenkosten und attraktiven Konditionen für Kinder, wenn sie mit zwei Erwachsenen in einer Kabine reisen. Für Familien mit einem Kind kann das besonders interessant sein, wenn die Kabinenaufteilung passt. Gleichzeitig sind viele Leistungen bereits enthalten, darunter Vollpension mit Menüwahl, Tischwein und Saft des Tages zu den Hauptmahlzeiten, verschiedene Mahlzeiten über den Tag, Shows, Tagesprogramme sowie Sport- und Wellnessangebote.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis hängt bei Familien aber stark davon ab, was man erwartet. Wenn die Familie klassische Kreuzfahrt, gutes Essen, kleinere Schiffe, deutsche Sprache und ruhiges Reisen sucht, kann Phoenix sehr stimmig wirken. Wenn Kinder jedoch viel Action, Kinderclub, Poolspaß, Rutschen, gleichaltrige Gruppen und Teenangebote brauchen, zahlt man bei Phoenix möglicherweise für ein Produkt, das nicht zum eigenen Familienalltag passt.
Die Atmosphäre an Bord ist deutlich klassischer als bei den großen Familienreedereien. Die Hochseeschiffe wie Amadea, Artania, Amera und Deutschland sind kleiner als viele moderne Megaschiffe und bewegen sich eher im Bereich mehrerer hundert bis rund 1.200 Passagiere. Für Familien bedeutet das weniger Massentrubel, weniger Freizeitparkgefühl und mehr klassische Kreuzfahrt. Das kann mit Kindern sehr angenehm sein, wenn sie ruhiger sind, gern beobachten, Ausflüge mögen und nicht rund um die Uhr Entertainment brauchen. Gleichzeitig kann es für aktive Kinder schneller langweilig werden, wenn sie große Wasserbereiche, Kinderclubs oder viele Gleichaltrige erwarten.
Das Publikum bei Phoenix ist traditionell eher erwachsen geprägt. Das ist kein Nachteil, aber Familien sollten es wissen. Kinder fallen auf kleineren, erwachseneren Schiffen stärker auf als auf einem großen AIDA- oder MSC-Schiff. Wer als Familie reist, sollte deshalb prüfen, ob die Reisezeit und Route überhaupt familiennah sind. In Ferienzeiten kann die Situation anders sein als außerhalb der Ferien.
Ein klarer Pluspunkt für deutschsprachige Familien ist die Sprache an Bord. Phoenix setzt konsequent auf Deutsch als Bordsprache. Durchsagen, Tagesprogramme, Reiseleitung, Speisekarten und viele Abläufe sind auf deutschsprachige Gäste ausgerichtet. Für Eltern kann das sehr angenehm sein, besonders wenn Kinder noch jünger sind oder wenn man zum ersten Mal mit der Familie auf Kreuzfahrt geht. Gleichzeitig ersetzt die deutsche Bordsprache kein spezielles Familienprogramm. Sie macht die Reise einfacher, aber sie macht Phoenix nicht automatisch zur Kinderreederei.
Beim Essen ist Phoenix eher klassisch und hochwertig ausgerichtet. Es gibt mehrere Mahlzeiten am Tag, Restaurants mit Buffet oder Service am Platz sowie Snacks wie Pizza oder kleinere Gerichte zwischendurch. Auf einigen Schiffen wird mit freier Tischwahl gespeist, auf anderen klassischer mit festen Sitzplätzen. Für Familien ist das gemischt zu bewerten. Positiv sind die planbaren Nebenkosten und die Vielfalt an Mahlzeiten. Weniger ideal ist Phoenix für Familien, deren Kinder stark auf Buffet, schnelle Abläufe und sehr lockere Essenssituationen angewiesen sind. Mit älteren Kindern kann das gut funktionieren, mit sehr kleinen Kindern sollte man den eigenen Rhythmus vorher gut einschätzen.
Beim Familienangebot und der Kinderbetreuung ist Phoenix klar anders einzuordnen als die großen Familienreedereien. Es gibt keine ausgeprägten Kinderwelten mit Kids Clubs, Babybereichen oder großen Freizeitflächen. Deshalb sollten Eltern hier besonders genau prüfen, ob das Angebot zur eigenen Familie passt. Wer darauf angewiesen ist, dass Kinder regelmäßig betreut werden oder viele Gleichaltrige treffen, sollte Phoenix nur nach genauer Prüfung buchen. Auch praktische Themen wie Babybett, Hochstuhl oder andere Hilfen sollten vorab konkret geklärt werden.
Für Babys und Kleinkinder ist Phoenix eher nicht die naheliegendste Wahl. Für Schulkinder und Teens kann die Reederei funktionieren, wenn sie ruhigere Reisen mögen, gern lesen, entdecken und Ausflüge erleben. Für Kinder und Jugendliche, die viel Action, Gleichaltrige und große Freizeitangebote suchen, sind andere Reedereien meist passender.
Das Bordgefühl bei Phoenix ist klassisch, deutschsprachig, überschaubar und eher ruhig. Für Familien kann das sehr angenehm sein, wenn sie bewusst keinen typischen Familienkreuzfahrt-Trubel möchten. Gleichzeitig ist genau das der größte Prüfpunkt. Kinder müssen zu diesem Bordgefühl passen. Ein Kind, das große Pools, Rutschen und viele andere Kinder erwartet, wird Phoenix möglicherweise als langweilig empfinden. Ein Kind, das gern an Deck steht, Schiffe spannend findet und mit ruhigerem Programm zurechtkommt, kann die Reise ganz anders erleben.
Familiendeck Fazit zu Phoenix-Reisen:
Phoenix Reisen ist für Familien keine klassische erste Wahl, aber eine interessante Nische. Die Hochseekreuzfahrten passen eher zu Familien, die deutschsprachige, kleinere und klassische Schiffe mögen. Preislich kann Phoenix spannend sein, wenn Kinderermäßigungen greifen und die Familie mit dem Bordkonzept harmoniert. Für Familien mit Babys, Kleinkindern oder sehr actionorientierten Kindern ist Phoenix nur nach genauer Prüfung sinnvoll. Für Familien mit älteren, ruhigeren Kindern oder Teens kann die Reederei dagegen gut passen. Die wichtigste Frage lautet hier nicht: Ist Phoenix familienfreundlich? Sondern: Passt unsere Familie zu Phoenix? Hilfestellung leistet hier die Service-Hotline von Phoenix in Bonn, zu erreichen unter +49 228 9260-0.
Norwegian Cruise Line mit Kindern: flexibel, international und stark für aktive Familien
Norwegian Cruise Line, oft kurz NCL genannt, ist für Familien interessant, die eine moderne, internationale und eher lockere Kreuzfahrt suchen. Die Reederei ist nicht deutsch geprägt wie AIDA oder Mein Schiff, setzt aber stark auf Flexibilität, viele Essensmöglichkeiten, Entertainment und ein ungezwungenes Bordgefühl. Für Familien kann das sehr gut passen, wenn sie nicht nach festen Tischzeiten, formeller Kleidung und strengem Tagesplan reisen möchten.
Aus Familiensicht ist NCL besonders spannend für Familien mit Schulkindern und Teens. Viele Schiffe bieten ein großes Freizeitangebot, moderne Shows, mehrere Restaurants, Sportmöglichkeiten und auf neueren Schiffen sehr auffällige Attraktionen. Dazu gehören je nach Schiff zum Beispiel Wasserrutschen, Kartbahnen, Virtual-Reality-Angebote, große Spielbereiche, Splash Academy für Kinder und Entourage für Jugendliche. Auf neueren Schiffen wie Norwegian Viva oder den Prima-Class-Schiffen ist das Bordangebot klar auf Erlebnis, Auswahl und Abwechslung ausgelegt.
Trotzdem ist NCL nicht automatisch die einfachste Wahl für jede Familie. Wer mit kleinen Kindern reist und maximale deutschsprachige Planbarkeit sucht, sollte genauer hinschauen. Die Bordsprache ist international, Englisch spielt eine große Rolle und Kinderbetreuung oder Programme sollten vor der Buchung konkret für Schiff und Reise geprüft werden. Für Familien, die damit gut zurechtkommen, kann NCL aber ein sehr lebendiges und flexibles Kreuzfahrterlebnis bieten.
Preislich ist Norwegian Cruise Line oft schwerer auf den ersten Blick einzuordnen als AIDA, Mein Schiff oder Costa. Der Einstiegspreis kann attraktiv wirken, aber Familien sollten sehr genau prüfen, welche Leistungen enthalten sind und welche Extras zusätzlich kosten. Gerade Getränke, Spezialitätenrestaurants, Internet, Ausflüge, Servicegebühren und bestimmte Freizeitangebote können den Gesamtpreis deutlich verändern. NCL ist deshalb weniger die Reederei für Eltern, die sofort einen komplett kalkulierbaren Reisepreis suchen. Sie passt eher zu Familien, die Angebote vergleichen, Pakete bewusst auswählen und sich vorher genau anschauen, was im Tarif enthalten ist.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis kann NCL stark sein, wenn die Familie das Bordangebot wirklich nutzt. Wer Shows besucht, verschiedene Restaurants ausprobiert, Sport- und Freizeitbereiche nutzt und mit älteren Kindern oder Teens unterwegs ist, bekommt oft sehr viel Erlebnis für den Reisepreis. Wenn ihr dagegen mit kleinen Kindern reist, früh schlafen geht und viele große Attraktionen gar nicht nutzt, kann das Verhältnis weniger überzeugend sein.
Die Atmosphäre an Bord ist international, locker und eher resortartig. NCL ist bekannt für das Konzept „Freestyle Cruising“, also mehr Freiheit bei Essenszeiten, Kleidung und Tagesgestaltung. Für Familien ist das angenehm, weil Kinder nicht immer in starre Abläufe passen. Wer Hunger hat, möchte manchmal früher essen. Wer nach einem Ausflug müde ist, will keinen langen formellen Abend. Diese Flexibilität kann den Familienalltag an Bord entspannter machen.
Gleichzeitig bedeutet Internationalität auch: Es fühlt sich weniger vertraut an als bei deutschsprachigen Reedereien. Durchsagen, Programme und Abläufe sind nicht automatisch auf deutsche Familien ausgerichtet. Für manche Familien ist das kein Problem, sondern Teil des Reisegefühls. Für andere kann es vor allem beim ersten Mal zusätzliche Unsicherheit bringen.
Beim Essen ist NCL aus Familiensicht eine starke Option, wenn man Auswahl und Flexibilität mag. Das Freestyle-Konzept passt gut zu Familien, weil man nicht an klassische feste Tischzeiten gebunden ist. Es gibt je nach Schiff eine Mischung aus inkludierten Restaurants, Buffet, legeren Angeboten und zusätzlichen Spezialitätenrestaurants. Für Kinder ist Auswahl oft wichtiger als Perfektion. Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, findet sich meistens etwas, das funktioniert.
Familien sollten aber auch hier die Kostenstruktur verstehen. Nicht jedes Restaurant ist automatisch inklusive. Spezialitätenrestaurants können extra kosten, und auch Getränkepakete sollten vorab geprüft werden. Für Familien mit Kindern ist die Frage nicht nur: Gibt es gutes Essen? Sondern auch: Wie unkompliziert, wie schnell und wie kalkulierbar funktioniert Essen im Alltag?
Bei der Kinderbetreuung bietet NCL grundsätzlich ein klares System. Splash Academy richtet sich an Kinder, Entourage an Jugendliche. In aktuellen Familienberichten werden außerdem Guppies-Angebote für die Kleinsten genannt. Für Norwegian Viva werden beispielsweise Guppies Open Play für Kinder von 6 Monaten bis 3 Jahren, Splash Academy für 3 bis 12 Jahre und Entourage für 13 bis 17 Jahre beschrieben. Das zeigt: NCL denkt Familien nach Altersgruppen, besonders auf neueren Schiffen.
Trotzdem sollten Eltern die konkreten Bedingungen immer prüfen. Öffnungszeiten, betreute Zeiten, Sprache, Teilnahmebedingungen, Altersgruppen und Verfügbarkeit können je nach Schiff und Reise variieren. Besonders bei Babys und Kleinkindern sollte man sich nicht auf allgemeine Aussagen verlassen. Wenn ihr Babybett, Hochstuhl, Rausfallschutz, Fläschchenwärmer, Buggyfreundlichkeit oder andere Alltagshilfen braucht, sollte das vor der Buchung direkt geklärt werden.
Für Babys und Kleinkinder ist NCL aus meiner Sicht nicht die naheliegendste erste Wahl, wenn Eltern möglichst deutschsprachige, ruhige und einfache Abläufe suchen. Es kann funktionieren, besonders auf passenden Schiffen und mit guter Vorbereitung. Aber mit sehr kleinen Kindern würde ich NCL immer sorgfältiger prüfen als AIDA oder Mein Schiff.
Für Kinder im Schulalter kann NCL sehr spannend sein. Die Schiffe bieten oft genug Abwechslung, damit Seetage nicht langweilig werden. Kinder, die Bewegung, Shows, Wasserbereiche, Spielen, neue Eindrücke und ein internationales Umfeld mögen, können hier viel erleben. Auch die flexiblere Essenslogik hilft Familien, den Tag weniger starr zu planen.
Für Teens ist Norwegian Cruise Line besonders interessant. Jugendliche wollen häufig keine klassische Kinderbetreuung mehr, sondern eigene Räume, Action, Technik, Sport, Shows und ein gewisses Gefühl von Freiheit. Genau hier kann NCL stark sein. Neuere Schiffe bieten je nach Schiff Attraktionen wie Kartbahnen, Virtual-Reality-Bereiche, große Rutschen, Entertainment und eigene Teenbereiche. Für Teens, die Englisch nicht abschreckt und Lust auf internationales Publikum haben, kann NCL eine starke Alternative zu AIDA, Mein Schiff oder MSC sein.
Das Bordgefühl bei NCL ist aus Familiensicht modern, flexibel, international und erlebnisorientiert. Es ist weniger deutsch planbar als AIDA oder Mein Schiff, aber oft entspannter als klassische Kreuzfahrtkonzepte mit festen Abläufen. Für Familien, die gerne selbst entscheiden, wann sie essen, was sie machen und wie viel Programm sie nutzen, ist das attraktiv.
Familiendeck Fazit zu Norwegian Cruise Line:
Norwegian Cruise Line passt besonders gut zu Familien mit älteren Kindern und Teens, die ein internationales Schiffserlebnis suchen und mit Englisch an Bord gut zurechtkommen. Die Reederei ist stark für Familien, die Abwechslung, Entertainment, flexible Restaurants und moderne Großschiffe mögen. Weniger ideal ist sie für Familien, die mit Baby oder Kleinkind zum ersten Mal fahren und sich vor allem deutsche Sprache, überschaubare Abläufe und maximale Planbarkeit wünschen.
NCL ist damit keine klassische deutschsprachige Familienreederei, aber eine sehr interessante Option für Familien, die mehr Freiheit, mehr Auswahl und ein internationaleres Kreuzfahrtgefühl suchen. Die wichtigste Frage lautet hier: Wollt ihr eine Kreuzfahrt, die sich möglichst vertraut anfühlt, oder eine, die sich nach großem internationalen Urlaub anfühlt? Weitere Infos bekommt ihr bei Eurem Reiseberater oder den Kundenservice der Norwegian Cruise Line (NCL) in Deutschland unter der Telefonnummer +49 611 360 70.
Royal Caribbean mit Kindern: spektakulär, international und auch stark für aktive Familien
Royal Caribbean ist eine der spannendsten Reedereien für Familien, die Kreuzfahrt nicht nur als Reiseform, sondern als großes Erlebnis an Bord verstehen. Die Reederei ist international, stark auf extrem große Schiffe, um nicht zu sagen auf die aktuell größten Schiffe der Welt ausgerichtet und bekannt für Freizeitangebote, die eher an ein schwimmendes Resort als an klassische Kreuzfahrt erinnern. Für Kinder und Teens kann das extrem reizvoll sein: Wasserrutschen, Pools, Kletterwände, Surf-Simulatoren, Shows, Sportbereiche, Spielzonen, Teenbereiche und auf einigen Schiffen sogar Eislaufbahnen, Skydiving-Simulatoren oder sehr große Wasserparks.
Aus Familiensicht ist Royal Caribbean vor allem für Familien interessant, die Action, Unterhaltung und große Schiffe mögen. Die neueren Schiffsklassen wie Oasis, Quantum und Icon sind nicht einfach nur Transportmittel zwischen Häfen. Sie sind selbst ein großer Teil des Urlaubs. Für Kinder kann das Schiff zum Abenteuerpark werden. Für Eltern kann das sehr angenehm sein, weil an Bord so viel passiert, dass auch Seetage nicht automatisch nach Langeweile klingen.
Gleichzeitig ist Royal Caribbean nicht die einfachste Wahl für jede Familie. Die Reederei ist international geprägt, Englisch spielt an Bord eine zentrale Rolle und die Schiffe können sehr groß und wuselig sein. Wer mit kleinen Kindern reist und sich maximale deutschsprachige Orientierung wünscht, sollte genauer prüfen, ob Royal Caribbean wirklich zum eigenen Familienalltag passt. Wer aber mit Schulkindern oder Teens reist, die Action, Shows und internationale Atmosphäre mögen, sollte Royal Caribbean auf jeden Fall auf dem Zettel haben.
Preislich ist Royal Caribbean ähnlich wie Norwegian Cruise Line oder MSC nicht nur über den Einstiegspreis zu bewerten. Der Kabinenpreis kann attraktiv wirken oder je nach Schiff, Saison und Route auch deutlich höher liegen, besonders bei sehr neuen oder stark nachgefragten Schiffen. Für Familien ist der Gesamtpreis entscheidend. Getränke, Spezialitätenrestaurants, Internet, Ausflüge, Trinkgelder, Fotos und bestimmte Freizeitangebote können zusätzliche Kosten verursachen. Gleichzeitig sind viele zentrale Bordangebote bereits im Reisepreis enthalten, darunter Unterkunft, Hauptrestaurants, Buffetangebote, viele Shows, Pools, Sportflächen und große Teile des Familienprogramms. Bei modernen Kreuzfahrten gilt generell: Sie sind selten wirklich all-inclusive. Viele Leistungen sind enthalten, aber relevante Extras können den Endpreis spürbar erhöhen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis kann für Familien sehr gut sein, wenn sie das Schiff intensiv nutzen. Royal Caribbean lohnt sich besonders dann, wenn eure Kinder wirklich Lust auf Bordaktivitäten haben. Wer Shows besucht, Poolbereiche nutzt, Sportangebote ausprobiert, Teenbereiche nutzt und das Schiff als Erlebniswelt sieht, bekommt viel geboten. Wenn ihr dagegen vor allem eine ruhige Kabine, gutes Essen und möglichst wenig Trubel sucht, zahlt ihr möglicherweise für ein Produkt, dessen stärkste Seiten ihr gar nicht ausschöpft.
Die Atmosphäre an Bord ist international, lebendig und auf Unterhaltung ausgelegt. Royal Caribbean fühlt sich weniger nach klassischer Kreuzfahrt und mehr nach großem Ferienresort auf See an. Auf den größten Schiffen gibt es unterschiedliche Bereiche, Restaurants, Promenaden, Parks, Pools, Theater und Erlebniszonen. Die Icon-Klasse und Oasis-Klasse gehören zu den größten Kreuzfahrtschiffen der Welt. Royal Caribbean betreibt laut öffentlich zugänglichen Flottendaten große Schiffsklassen mit mehreren tausend Passagieren und ist einer der größten Anbieter im weltweiten Kreuzfahrtmarkt.
Für Kinder kann diese Größe faszinierend sein. Für Eltern mit kleineren Kindern kann sie aber auch anstrengend werden. Treffpunkte, Wege, Kabinenlage und Tagesplanung werden wichtiger als auf kleineren Schiffen. Gerade am ersten Tag sollte man sich nicht einfach treiben lassen, sondern das Schiff gemeinsam erkunden: Wo ist der Kids Club? Wo ist das Buffet? Wo sind Aufzüge? Wo trifft man sich, wenn man sich verliert? Große Schiffe sind toll, wenn man sie versteht. Sie können stressig sein, wenn man sie unterschätzt.
Die Sprache an Bord ist ein wichtiger Prüfpunkt. Royal Caribbean ist keine deutschsprachige Reederei. Englisch ist die zentrale Bordsprache, auch wenn je nach Reise, Abfahrtshafen und Gästestruktur weitere Sprachen vorkommen können. Für Eltern mit Babys und Kleinkindern ist das oft weniger entscheidend. Für Kinder, die betreute Programme nutzen sollen, kann es aber sehr wichtig sein. Ein Kind, das sich in einer englischsprachigen Gruppe unwohl fühlt, wird den Kids Club anders erleben als ein Kind, das offen auf internationale Gruppen zugeht.
Für Teens kann die Internationalität dagegen ein großer Pluspunkt sein. Viele Jugendliche finden es spannend, Gleichaltrige aus anderen Ländern zu treffen, sich freier zu bewegen und ein Schiff zu erleben, das weniger nach klassischem Familienurlaub klingt. Voraussetzung ist, dass sie mit englischer Kommunikation zurechtkommen oder zumindest offen dafür sind.
Beim Essen bietet Royal Caribbean eine breite Mischung aus inkludierten und kostenpflichtigen Angeboten. Für Familien ist das grundsätzlich gut, weil Auswahl wichtig ist. Buffet, Hauptrestaurants und verschiedene Casual-Angebote helfen, wenn Kinder unterschiedliche Vorlieben haben oder der Tagesrhythmus nicht perfekt planbar ist. Auf den großen Schiffen gibt es oft sehr viele gastronomische Möglichkeiten. Berichte über neue Icon-Class-Schiffe nennen beispielsweise zahlreiche Dining-Venues und mehrere kostenlose Optionen, gleichzeitig aber auch besondere Restaurants und Erlebnisgastronomie gegen Aufpreis.
Für Familien bedeutet das: Ihr könnt mit Royal Caribbean sehr flexibel essen, müsst aber Zusatzkosten im Blick behalten. Spezialitätenrestaurants, Getränkepakete, Eis, Snacks, besondere Erlebnisse und Internet können den Reisepreis erhöhen. Wer mit Kindern reist, sollte vorab klären, was im Tarif enthalten ist, ob Getränkepakete sinnvoll sind und wie viel man realistisch an Bord zusätzlich ausgeben möchte.
Bei der Kinderbetreuung ist Royal Caribbean grundsätzlich stark aufgestellt. Das Kinder- und Jugendprogramm Adventure Ocean wird in Familienberichten und Kreuzfahrtübersichten regelmäßig als eines der relevanten Programme für Kinder von jungen Altersgruppen bis zu Teens beschrieben. The Times nennt Royal Caribbean unter den besonders familienfreundlichen Kids-Club-Angeboten und beschreibt Adventure Ocean als Angebot für Altersgruppen von sechs Monaten bis 17 Jahren, ergänzt durch Wasserparks und Eislaufangebote auf geeigneten Schiffen.
Trotzdem gilt auch hier: Eltern sollten nicht pauschal buchen. Die konkrete Altersaufteilung, Betreuungszeiten, Sprache, Kosten für bestimmte Angebote und Verfügbarkeit können je nach Schiff und Reise variieren. Gerade mit Babys und Kleinkindern sollte man vor der Buchung direkt prüfen, welche Betreuung oder Spielbereiche tatsächlich verfügbar sind. Auch praktische Themen wie Babybett, Hochstuhl, Rausfallschutz, Fläschchenwärmer oder Windelbedarf sollten nicht angenommen, sondern konkret bestätigt werden.
Für Babys und Kleinkinder ist Royal Caribbean eine Option, aber nicht automatisch die einfachste. Die Schiffe bieten viel, aber Größe, Internationalität und Trubel können mit kleinen Kindern auch fordernd sein. Wenn die Kabine gut liegt, die Ausstattung passt und Eltern mit englischer Kommunikation zurechtkommen, kann es funktionieren. Wer jedoch eine möglichst einfache erste Kreuzfahrt mit deutschsprachigen Abläufen sucht, wird bei AIDA oder Mein Schiff oft schneller Sicherheit finden.
Für Kinder im Schulalter kann Royal Caribbean hervorragend passen. Viele Schiffe bieten genau das, was Kinder begeistert: Wasser, Action, Shows, Sport, Kletterwand, Rutschen, Eisbahn oder Surfsimulatoren, je nach Schiff. Auf Quantum-Class-Schiffen gehören laut öffentlichen Schiffsbeschreibungen etwa FlowRider-Surfsimulator, Kletterwand, H2O-Zone, Adventure Ocean, Theater und weitere Freizeitbereiche zum Angebot. Für aktive Kinder kann ein solches Schiff ein riesiges Abenteuer sein.
Für Teens ist Royal Caribbean besonders stark. Jugendliche brauchen keine klassische Kinderbetreuung mehr, sondern eigene Orte, Action und ein Gefühl von Freiheit. Genau hier kann Royal Caribbean punkten. Große Schiffe, internationale Atmosphäre, Sport, Shows, Musik, Pools, Gaming, Wasserrutschen und eigene Teenbereiche machen die Reederei für ältere Kinder und Jugendliche sehr interessant. In Ferienzeiten steigt zusätzlich die Chance, Gleichaltrige an Bord zu treffen.
Das Bordgefühl bei Royal Caribbean ist groß, spektakulär, international und sehr erlebnisorientiert. Es ist weniger ruhig und weniger deutsch planbar als AIDA oder Mein Schiff, aber für viele Familien deutlich aufregender. Royal Caribbean ist eher die Wahl für Familien, die sagen: Das Schiff soll ein Hauptteil des Urlaubs sein.
Familiendeck Fazit zu Royal Caribbean:
Royal Caribbean passt besonders gut zu Familien mit Schulkindern und Teens, die große Schiffe, Shows, Wasserbereiche, Sport und Action lieben. Auch für Mehrgenerationenreisen kann die Reederei interessant sein, weil verschiedene Altersgruppen an Bord unterschiedliche Dinge finden: Kinder Action, Teens Freiheit, Eltern Shows und Restaurants, Großeltern ruhigere Bereiche und Ausblicke. Weniger ideal ist Royal Caribbean für Familien, die eine sehr ruhige, übersichtliche und deutschsprachige erste Kreuzfahrt suchen.
Royal Caribbean ist damit keine klassische deutschsprachige Familienreederei, aber eine der stärksten internationalen Optionen für Familien, die ein großes Bordabenteuer suchen. Die wichtigste Frage lautet hier: Wollt ihr eine Kreuzfahrt, bei der das Schiff vor allem komfortabler Reiseort ist, oder eine, bei der das Schiff selbst das große Familienerlebnis wird?
Für allgemeine Fragen oder spezielle Anliegen rund um Royal Caribbean stehen Ihnen die Experten des deutschen Service-Teams telefonisch unter +49 40 89755977 zur Verfügung.
Hurtigruten mit Kindern: Natur, Norwegen und ein völlig anderes Kreuzfahrtgefühl
Hurtigruten ist aus Familiensicht keine klassische Kreuzfahrtreederei wie AIDA, Mein Schiff, MSC oder Royal Caribbean. Wer hier Kinderclubs, Wasserrutschen, große Shows, Teen Lounges und ein durchgetaktetes Familienprogramm erwartet, wird enttäuscht. Hurtigruten steht für eine andere Art des Reisens: Norwegische Küste, Natur, Häfen, Wetter, Landschaft, echte Seefahrt und ein deutlich ruhigeres Bordgefühl.
Genau deshalb kann Hurtigruten für manche Familien trotzdem spannend sein. Nicht als typische Familienkreuzfahrt mit Dauerunterhaltung, sondern als Reise für Familien, die Natur erleben möchten. Fjorde, kleine Küstenorte, wechselndes Licht, Nordnorwegen, Ausblicke an Deck und das Gefühl, auf einer echten Route unterwegs zu sein. Für Kinder, die gern beobachten, fotografieren, Tiere suchen, Schiffe spannend finden oder sich für Natur interessieren, kann das sehr eindrucksvoll sein.
Wichtig ist aber die richtige Erwartung. Hurtigruten ist keine Reederei, die primär um Familien mit Kindern herum gebaut ist. Die klassische Route entlang der norwegischen Küste ist ursprünglich eine Postschiff-Linienverbindung zwischen Küstenorten und bis heute deutlich stärker von Route, Landschaft und Transportfunktion geprägt als von klassischem Kreuzfahrtentertainment. Die Schiffe sind komfortabel, aber nicht mit großen schwimmenden Ferienresorts vergleichbar.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis muss man Hurtigruten anders bewerten als die großen Familienanbieter. Auf den ersten Blick können Reisen mit Hurtigruten relativ teuer wirken, vor allem wenn man sie mit Aktionspreisen großer Kreuzfahrtschiffe vergleicht. Dafür kauft man aber auch kein Freizeitpark-Schiff, sondern eine besondere Norwegenreise mit sehr starkem Natur- und Routenerlebnis. Der Wert liegt weniger in möglichst vielen Bordattraktionen, sondern in der Landschaft, den Häfen, der Atmosphäre und dem Zugang zur norwegischen Küste.
Für Familien bedeutet das: Hurtigruten lohnt sich vor allem dann, wenn genau dieses Naturerlebnis im Mittelpunkt stehen soll. Wenn eure Kinder Wasserparks, Shows, Gamingbereiche und viele Gleichaltrige erwarten, wirkt das Preis-Leistungs-Verhältnis vermutlich schwach. Wenn eure Familie aber Lust auf Norwegen, echte Küste, kleine Häfen, Wetter, Panoramasalons und ruhige Beobachtungsmomente hat, kann Hurtigruten sehr wertvoll sein.
Die Atmosphäre an Bord ist ruhig, nordisch und eher erwachsen. Die Schiffe sind kleiner als moderne Megaschiffe und stärker auf Landschaftserlebnis, Aussicht, Essen, Entschleunigung und Route ausgerichtet. Es gibt Panoramasalons, Restaurants, Cafés, Außendecks und je nach Schiff auch Bereiche wie Sauna, Fitnessraum oder Whirlpools. Das Bordleben ist aber nicht auf permanente Animation ausgelegt.
Für Familien kann diese Ruhe angenehm sein, wenn sie bewusst danach suchen. Gerade Eltern, die keine Lust auf laute Pooldecks, Dauerbeschallung und überfüllte Buffets haben, können Hurtigruten als wohltuend empfinden. Gleichzeitig müssen Kinder zu diesem Reisestil passen. Ein aktives Kind, das jeden Tag Action braucht, wird an Bord schneller unruhig. Ein Kind, das gern draußen steht, Schiffe beobachtet, malt, liest, fotografiert oder kleine Häfen spannend findet, kann die Reise sehr intensiv erleben.
Die Sprache an Bord ist internationaler als bei AIDA, Mein Schiff oder Phoenix. Hurtigruten ist eine norwegische Reederei mit internationalem Publikum. Je nach Reise, Schiff und Saison können Deutsch, Englisch und Norwegisch eine Rolle spielen. Für deutschsprachige Familien ist das grundsätzlich machbar, aber nicht so selbstverständlich komfortabel wie bei einer klar deutschsprachigen Reederei. Gerade wenn Kinder Fragen stellen, Programme verstehen oder sich allein orientieren sollen, sollte man vorher prüfen, welche Sprachunterstützung auf der konkreten Reise angeboten wird.
Beim Essen ist Hurtigruten eher nordisch und erwachsener geprägt. Familien sollten keine große Kinderbuffet-Welt erwarten. Der Schwerpunkt liegt stärker auf regionaler Küche, ruhigem Essen und einem anderen Reisegefühl als auf maximaler Auswahl für Kinder. Das kann mit Kindern sehr gut funktionieren, wenn sie offen für Neues sind oder mit einfachen Mahlzeiten gut zurechtkommen. Für sehr wählerische Kinder sollte man genauer prüfen, welche Essensoptionen an Bord verfügbar sind.
Für Familien mit Babys und Kleinkindern ist Hurtigruten aus meiner Sicht nur bedingt naheliegend. Die Reise kann wunderschön sein, aber der Alltag an Bord ist nicht auf kleine Kinder als Hauptzielgruppe ausgerichtet. Eltern sollten vor Buchung genau klären, ob Babybett, Hochstuhl, Kabinenlage, Platz für Kinderwagen, Rausfallschutz oder andere praktische Hilfen verfügbar sind. Mit sehr kleinen Kindern ist außerdem wichtig, wie gut Schlafenszeiten, Landausflüge, Wetter und tägliche Hafenstopps zum eigenen Rhythmus passen.
Bei der Kinderbetreuung muss man Hurtigruten klar von den großen Familienreedereien unterscheiden. Eine ausgebaute Kinderbetreuung mit durchgehenden Kids Clubs, Teenprogramm, Babybereich oder großen Freizeitflächen sollte man nicht erwarten. Wenn es auf einzelnen Reisen besondere Programme oder familienfreundliche Elemente gibt, sollten diese konkret für die jeweilige Reise geprüft werden. Für Eltern, die regelmäßig betreute Kinderzeiten einplanen möchten, ist Hurtigruten in der Regel nicht die naheliegendste Wahl.
Für Schulkinder kann Hurtigruten interessant sein, wenn sie Natur, Tiere, Geografie, Schiffe oder Länder spannend finden. Eine solche Reise kann fast wie ein lebendiger Unterricht wirken, nur deutlich schöner: Küstenorte, Wetterwechsel, Mitternachtssonne, Nordlicht, Fjorde, kleine Häfen und echte Seefahrtsatmosphäre. Das ist kein klassischer Kinderurlaub, aber es kann Kindern viel geben, wenn sie offen dafür sind.
Für Teens hängt die Eignung stark vom Typ ab. Jugendliche, die Action, WLAN, Gleichaltrige, Sport, Shows und ein internationales Resortgefühl suchen, werden bei Hurtigruten wahrscheinlich nicht glücklich. Teens, die fotografieren, draußen sein, Natur erleben oder Norwegen wirklich kennenlernen möchten, können Hurtigruten dagegen sehr besonders finden. Hier entscheidet weniger das Alter als die Interessenlage.
Das Bordgefühl bei Hurtigruten ist ruhig, landschaftsnah, nordisch und authentischer als bei vielen klassischen Kreuzfahrten. Es geht weniger um Unterhaltung und mehr um das Unterwegssein. Für Familien kann das eine große Stärke sein, wenn sie gemeinsam entschleunigen und Norwegen wirklich erleben möchten. Es kann aber auch der größte Nachteil sein, wenn Kinder eine klassische Familienkreuzfahrt erwarten.
Familiendeck Fazit zu Hurtigruten:
Hurtigruten passt besonders gut zu Familien mit älteren Kindern oder Teens, die Natur, Schiffe, Fotografie, Tiere, Wetter und echte Küstenorte spannend finden. Weniger ideal ist Hurtigruten für Familien mit kleinen Kindern, die viel Betreuung, einfache Abläufe und viele kindgerechte Freizeitangebote brauchen.
Hurtigruten ist damit keine typische Familienreederei, aber eine sehr besondere Option für die richtige Familie. Die wichtigste Frage lautet hier nicht: Wie viel Kinderprogramm gibt es? Sondern: Haben wir als Familie Lust auf Norwegen, Natur und ein ruhigeres Abenteuer auf See? Die Hurtigruten-Hotline in Deutschland für Beratung und Buchungen ist unter der Telefonnummer +49 40 87405504 erreichbar.
Neben den hier genannten Reedereien gibt es noch viele weitere klassische oder eher spezielle Reedereien.
Diese sind aber weniger auf Familien ausgelegt, vom Fahrtgebiet eher speziell (z.B. Antarktis) oder liegen außerhalb von regulären Buchungsoptionen bei deutschen Reiseanbietern. Wenn Du hier Fragen zu bestimmten Reedereien hast, die ich hier und auf den anderen Seiten noch nicht genannt habe, schreibe mir gerne eine Nachricht.